Klasse-Musik-Reporter

Im Porträt: Christian Köhler

Im Rahmen einer Probe für das Konzert zum Sommerfest im Innenministerium in Potsdam und der Übergabe einer Spende des Vereins der Ehemaligen des Großen Militärwaisenhauses e. V. spielten die Bläserklassen der Evangelischen Schule Neuruppin mit dem Landespolizeiorchester Brandenburg. Der „Chef“ des Orchester, Christian Köhler,  hat uns ein paar Fragen beantwortet.

  • Christian, was sind deine Beweggründe eine Patenschaft für Klasse!Musik zu übernehmen?

Christian: Da wir als Landespolizeiorchester mit über 50 Jugendkonzerten sowieso schon sehr aktiv sind, liegt es für uns nahe diese zu übernehmen. Die Nachwuchsförderung liegt uns wirklich am Herzen. Kinder sind unsere Zukunft und in einer älter werdenden Gesellschaft sind Prävention und kulturelle Bildung entscheidend. Außerdem ist das Leuchten der Kinderaugen, wenn sie sich instrumental betätigen, Anreiz genug sich für so eine gute Sache einzusetzen. Die Zusammenarbeit mit den „Profis“ kann Kindern zudem auch ein Ziel sein und sie ermuntern weiterhin musikalisch unterwegs zu sein. Wir sehen die Patenschaft als Chance ein Vorbild für die jüngere Generation zu sein.

  • Woran merkst du, dass die beginnende Zusammenarbeit erfolgreich werden kann?

Christian: Das liegt ganz klar an der personellen Mischung. Wir haben hier ein tolles Team, das innovativ arbeitet und den „Spirit“ bereits hat, den es für diese Arbeit benötigt. Die richtigen Personen sind einfach entscheidend. Darüber hinaus macht man die Arbeit ja nicht nur für die Kinder, sie geben einem unheimlich viel zurück. Die Kinder machen einem nichts vor, sie sind ehrlich und zeigen Ihre Begeisterung nur, wenn sie wirklich so fühlen.

  • Wie bist du eigentlich zu der Musik gekommen?

Christian: Mein Großvater war sehr musikalisch und arbeitete als Tonmusiker in Darmstadt. So hatte ich die Chance mit zwei Jahren ihn in die Tonregie zu begleiten. Meine erste Oper war „Hänsel und Gretel“ und die hat mich einfach in den Bann gezogen. Seitdem hat mich eine Faszination erfasst, ein regelrechter Virus, der mich nicht mehr losgelassen hat. Deswegen habe ich schon in jungen Jahren die Instrumente Orgel und Posaune gelernt. Das man professioneller Musiker werden will, kann mach sich nicht aussuchen, man mit der Zeit ein Gespür dafür. Dann lautet die Frage nicht mehr ob, sondern was man macht. Da ich nach einer Zeit mehr die Fäden in der Hand haben und die Gestaltung übernehmen wollte, habe ich mich für ein Dirigentenstudium entschieden und bin bis heute glücklich damit.

  • Wie beeinflusst Musik dein Leben?

Christian: Musik spielt die zentralste Rolle in meinem Leben. Wenn ich aufstehe bis ich ins Bett gehe, dreht sich bei mir alles um Musik. Es ist ein großes Geschenk für mich, dass ich in der Position war mein Hobby zum Beruf zu machen.

Das Interview führte Rica Neumann.

Auf dem Bild sieht man den Orchesterleiter Christian Köhler und seinen Stellvertreter, Jürgen Bludowsky.